
1. Ortsnamen und Lage
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2. Herrschaftliche Zugehörigkeit
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3. Konfession und Kirchenspiel
Die Wurzeln der katholischen Pfarrei reichen weit vor die Reformation zurück. Im Laufe des 16. Und 17. Jahrhunderts kam es zu mehreren Konfessionswechseln: 1553 wird Sinsheim in der Kurpfalz lutherisch. 1617 erfolgt die Einführung des reformierten (calvinistischen) Bekenntnisses und Sinsheim erhält eine reformierte Pfarrei. 1696 wird zusätzlich eine lutherische Pfarrei errichtet. 1707, nach der pfälzischen Kirchenteilung, wird die Sinsheimer Kirche als Simultankirche von Katholiken und Reformierten gemeinsam genutzt; die Tauf-, Ehe- und Totenbücher bleiben jedoch konfessionell getrennt.
3.1 Katholisch
Die katholische Pfarrei Sinsheim wurde 1670 neu errichtet. Ihr unterstanden die folgenden Filialorte: Dühren(dauerhaft), Rohrbach (bis 1843), Steinsfurt (bis 1843) und Reihen (bis 1843).
Die Kirchenbücher für Sinsheim, Steinsfurt, Rohrbach und Reihen beginnen im Jahr 1699. Für Dühren liegen Einträge ab 1725 vor. Die Kirchenbücher enthalten Tauf-, Ehe- und Sterbeeinträge.
3.2 Evangelisch (Lutherisch)
Die lutherische Pfarrei Sinsheim wurde 1696 errichtet. Ihr unterstanden die folgenden Filialorte: Rohrbach(ab 1696), Reihen (1702-1814) und Steinfurt (1736-1821).
Die Kirchenbücher für Sinsheim und Rohrbach beginnen im Jahr 1696. Für Reihen existieren Einträge für den Zeitraum zwischen 1702 und1814, sowie für Steinsfurt zwischen 1736 und 1821. Die Kirchenbücher enthalten Tauf-, Ehe- und Sterbeeinträge.
Ältere Kirchenbücher (ab 1553 lutherisch) wurden im Bereich der Kurpfalz zentral bzw. pfarreiübergreifend geführt und sind teilweise über das Generallandesarchiv Karlsruhe zugänglich.
3.3 Reformiert (Calvinistisch)
Die reformierte Pfarrei Sinsheim entstand 1617. Ihr unterstand der folgende Filialort: Rohrbach (dauerhaft).
Die Kirchenbücher für Sinsheim und Rohrbach beginnen im Jahr 1689 und enthalten Tauf-, Ehe- und Sterbeeinträge.
Die Laufzeit der Pfarrei endet im Jahr 1858.
3.4 Jüdisch
Für die jüdische Gemeinde Sinsheim existiert ein Sterbebuch der Israeliten für den Zeitraum zwischen 1811 und 1870. Israelische Gemeinde kommt 1836 zu evangelischer Gemeinde.
4. Genealogische Quellen
4.1 Kirchenbücher
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4.2 Standesbücher
Die Standesbücher für Sinsheim sind als Digitalisat im Landesarchiv Baden-Württemberg (Bestand 390) frei verfügbar. Amtsgerichtsbezirk ist Sinsheim. Bei den Standesbücher von ???? bis ???? handelt es sich um Kirchenbuchduplikate der katholischen, evangelischen und israelitischen Gemeinden. Ab ???? handelt es sich um tatsächliche Standesbücher.
Katholische Gemeinde:
- 1810-1826 (Bestand 390 Nr. 4797)
- 1827-1847 (Bestand 390 Nr. 4798)
- 1848-1865 (Bestand 390 Nr. 4799)
- 1866-1870 (Bestand 390 Nr. 4800)
- 1870-1875 (Bestand 390 Nr. 4796)
Evangelische Gemeinde (lutherisch, reformiert, Mennoniten):
- 1808-1828 (Bestand 390 Nr. 4792)
- 1829-1846 (Bestand 390 Nr. 4793)
- 1847-1865 (Bestand 390 Nr. 4794)
- 1866-1870 (Bestand 390 Nr. 4795)
- 1870-1875 (Bestand 390 Nr. 4796)
Israelische Gemeinde:
Die Israelische Gemeinde von Sinsheim wurde zwischen 1829 und 1875 im evangelischen Kirchenbuch, nach den evangelischen Einträgen, mitgeführt.
- 1829-1846 (Bestand 390 Nr. 4793)
- 1847-1865 (Bestand 390 Nr. 4794)
- 1866-1870 (Bestand 390 Nr. 4795)
- 1870-1875 (Bestand 390 Nr. 4796)
Weitere Einträge finden sich in den Standesbüchern der israelitischen Gemeinden Eppingen (1811-1870) im Bestand 390 Nr. 1320 (Amtsgericht Eppingen) sowie Ittlingen (1835-1869) im Bestand 390 Nr. 1328 (Amtsgericht Eppingen).
5. Archivzuständigkeit
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6. Historische Ereignisse
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7. Familiennamen
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